Kaum hat das Projekt angefangen, komme ich zu gar nichts mehr. Deswegen habe ich das Blogschreiben auch ein bisschen vernachlässigt, weil ich die letzten zwei Wochen fast rund um die Uhr mit irgendwelchen Sachen beschäftigt war. Bevor ich aber von mir erzähle, wollte ich mich für die vielen lieben Kommentare bedanken! Ihr glaubt gar nicht, was für eine Freude es für mich ist, sie zu lesen. Auch freut es mich, dass so viele Leute den Blog lesen! Vielen Dank!
Jetzt aber zu meinem neuen Tagesablauf. Angie hat Maura und mich zu einer Organisation namens CREAR geschickt, da sie der Meinung war, dass es in der Schule für uns Freiwilligen nie genug zu tun gibt, weil unter anderem auch die Lehrer uns nicht so ganz mit einbinden wollen. Das liegt zum Einen daran, dass sie die rolle eines Freiwilligen noch nicht so ganz einordnen können und zum Anderen, dass manche Lehrer es nicht einsehen, dass wir Jugendlichen im ein oder anderen Fach mehr auf der Birne haben als sie. Auf jeden Fall wurde CREAR vor etwa 5 Jahren von Amerikanern ins Leben berufen und hat das Ziel, einheimische Kinder durch kreative Aktivitäten zu fördern und zu beschäftigen, was meiner Meinung nach eine echt sinnvolle Idee ist, denn hier in Costa Rica kennt man keine Förderung. Eltern kommen zum Beispiel nicht auf die Idee, ihren Kindern etwas vorzulesen bevor sie ins Bett gehen oder lassen sie nicht malen oder Brettspiele spielen. Die meiste Zeit sitzen die Kinder vorm Fernseher oder machen irgendetwas Sinnloses. Hali, die Tochter von Mauras Gastbruder beispielsweise, ist gute zwei Jahre alt, kann nicht sprechen, hat immer noch Probleme zu laufen, kann aber schon ein Handy bedienen, was in meinen Augen absolut traurig ist. Wenn sie mit Maura malen will, wird die Kleine sofort weggezerrt. Noch bitterer ist, dass Paolas Horizont leider nicht sehr weit reicht - besser gesagt zum Greifen nahe ist. Sie wusste in ihrer Prüfung, um die 3. Klasse nicht wiederholen zu müssen, die sie übrigens gnädiger Weise ganze 4mal wiederholen durfte - was natürlich pädagogisch ziemlich unklug ist - nicht, ob ein Radiergummi ein Lebewesen ist oder nicht. Da muss man erstmal schlucken, oder? Spätestens jetzt müsste es ziemlich klar sein, dass CREAR echt etwas Gescheites ist. Um 11 Uhr beginnen wir im Gemeindesaal von Sámara zwei Bastelstunden vorzubereiten. Dank zahlreicher Spender verfügen wir über reichlich Bastelmaterial, sodass wir uns jeden Tag etwas Neues einfallen lassen können. Manchmal müssen wir noch in der Bücherei mithelfen, die Bücher sortieren und die Regale entstauben. Dann geht es mittags mit dem Fahrrad nach Torito, wo wir eine Stunde mit den Kindern basteln und danach zurück nach Sámara für die zweite Stunde, was ziemlich anstrengend ist, weil ich die Strecke von Sámara nach Torito insgesamt 4mal zurücklegen muss, was bei mittlerweile 40 Grad kein Spaß ist. Wir halten die Stunden gewöhnlich zu Dritt, da es noch eine Französin gibt, die eine Weile für CREAR arbeitet. Ich werde ein paar Bilder anhängen, damit ihr euch vorstellen könnt, was wir so machen. An den Wochenenden sind ab und zu Projekte geplant. Beispielsweise waren wir letzten Samstag bei der Organisation eines riesigen Spendenlaufs eingeplant. Wir mussten 200 Läufer anmelden, sie mit Laufshirts und mit Routenplaner ausstatten und dafür sorgen, dass alle genug Wasser bekamen. Es gab an dem Tag ziemlich viele Einheimische, die mitgemischt haben. Ich sage bewusst nicht mitgeholfen, weil sie einfach nur rumstanden. Bis sie mal auf die Idee gekommen sind, dass wir ein Haufen zu tun haben und sie vielleicht auch mal ein bisschen anpacken könnten, hat der Lauf schon längst angefangen...
Am Sonntag fand in unserem Dorf ein Fußballturnier statt, wo wir erst mithalfen, verschiedene Gerichte vorzubereiten und danach die Essenkasse führten. Vom Fußballturnier haben wir dementsprechend wenig mitbekommen, weil wir ungefähr den ganzen Tag im Salón comunal zu tun hatten.
Nächste Woche werden 20 Freiwillige aus den USA kommen, um verschiedene Projekte in Sámara und Torito zu machen. Andrea, unsere Chefin von CREAR, ist schon total aus dem Häuschen. Generell ist sie emotional immer in Höchstform, wie es eigentlich die meisten Amis sind. All unsere Ideen sind absolut "AWESOME" und so "AMAZING", dass wir uns fast schon wie die reinsten Genies fühlen. Generell müssen wir uns noch ein bisschen an diese übertrieben guteStimmung gewöhnen, aber sonst ist sie total in Ordnung, extrem gut organisiert und weist uns immer gut und mit Geduld in unsere Aufgaben ein.


Die Armbänder haben auch mal geknüpft:


Jetzt aber zu meinem neuen Tagesablauf. Angie hat Maura und mich zu einer Organisation namens CREAR geschickt, da sie der Meinung war, dass es in der Schule für uns Freiwilligen nie genug zu tun gibt, weil unter anderem auch die Lehrer uns nicht so ganz mit einbinden wollen. Das liegt zum Einen daran, dass sie die rolle eines Freiwilligen noch nicht so ganz einordnen können und zum Anderen, dass manche Lehrer es nicht einsehen, dass wir Jugendlichen im ein oder anderen Fach mehr auf der Birne haben als sie. Auf jeden Fall wurde CREAR vor etwa 5 Jahren von Amerikanern ins Leben berufen und hat das Ziel, einheimische Kinder durch kreative Aktivitäten zu fördern und zu beschäftigen, was meiner Meinung nach eine echt sinnvolle Idee ist, denn hier in Costa Rica kennt man keine Förderung. Eltern kommen zum Beispiel nicht auf die Idee, ihren Kindern etwas vorzulesen bevor sie ins Bett gehen oder lassen sie nicht malen oder Brettspiele spielen. Die meiste Zeit sitzen die Kinder vorm Fernseher oder machen irgendetwas Sinnloses. Hali, die Tochter von Mauras Gastbruder beispielsweise, ist gute zwei Jahre alt, kann nicht sprechen, hat immer noch Probleme zu laufen, kann aber schon ein Handy bedienen, was in meinen Augen absolut traurig ist. Wenn sie mit Maura malen will, wird die Kleine sofort weggezerrt. Noch bitterer ist, dass Paolas Horizont leider nicht sehr weit reicht - besser gesagt zum Greifen nahe ist. Sie wusste in ihrer Prüfung, um die 3. Klasse nicht wiederholen zu müssen, die sie übrigens gnädiger Weise ganze 4mal wiederholen durfte - was natürlich pädagogisch ziemlich unklug ist - nicht, ob ein Radiergummi ein Lebewesen ist oder nicht. Da muss man erstmal schlucken, oder? Spätestens jetzt müsste es ziemlich klar sein, dass CREAR echt etwas Gescheites ist. Um 11 Uhr beginnen wir im Gemeindesaal von Sámara zwei Bastelstunden vorzubereiten. Dank zahlreicher Spender verfügen wir über reichlich Bastelmaterial, sodass wir uns jeden Tag etwas Neues einfallen lassen können. Manchmal müssen wir noch in der Bücherei mithelfen, die Bücher sortieren und die Regale entstauben. Dann geht es mittags mit dem Fahrrad nach Torito, wo wir eine Stunde mit den Kindern basteln und danach zurück nach Sámara für die zweite Stunde, was ziemlich anstrengend ist, weil ich die Strecke von Sámara nach Torito insgesamt 4mal zurücklegen muss, was bei mittlerweile 40 Grad kein Spaß ist. Wir halten die Stunden gewöhnlich zu Dritt, da es noch eine Französin gibt, die eine Weile für CREAR arbeitet. Ich werde ein paar Bilder anhängen, damit ihr euch vorstellen könnt, was wir so machen. An den Wochenenden sind ab und zu Projekte geplant. Beispielsweise waren wir letzten Samstag bei der Organisation eines riesigen Spendenlaufs eingeplant. Wir mussten 200 Läufer anmelden, sie mit Laufshirts und mit Routenplaner ausstatten und dafür sorgen, dass alle genug Wasser bekamen. Es gab an dem Tag ziemlich viele Einheimische, die mitgemischt haben. Ich sage bewusst nicht mitgeholfen, weil sie einfach nur rumstanden. Bis sie mal auf die Idee gekommen sind, dass wir ein Haufen zu tun haben und sie vielleicht auch mal ein bisschen anpacken könnten, hat der Lauf schon längst angefangen...
Am Sonntag fand in unserem Dorf ein Fußballturnier statt, wo wir erst mithalfen, verschiedene Gerichte vorzubereiten und danach die Essenkasse führten. Vom Fußballturnier haben wir dementsprechend wenig mitbekommen, weil wir ungefähr den ganzen Tag im Salón comunal zu tun hatten.
Nächste Woche werden 20 Freiwillige aus den USA kommen, um verschiedene Projekte in Sámara und Torito zu machen. Andrea, unsere Chefin von CREAR, ist schon total aus dem Häuschen. Generell ist sie emotional immer in Höchstform, wie es eigentlich die meisten Amis sind. All unsere Ideen sind absolut "AWESOME" und so "AMAZING", dass wir uns fast schon wie die reinsten Genies fühlen. Generell müssen wir uns noch ein bisschen an diese übertrieben guteStimmung gewöhnen, aber sonst ist sie total in Ordnung, extrem gut organisiert und weist uns immer gut und mit Geduld in unsere Aufgaben ein.


Die Armbänder haben auch mal geknüpft:


alenarube am 25. Februar 2015 | 1 Kommentar
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Meine liebe Alena,
ich freue mich für Dich, dass Du eine vernünftige und sinnvolle Arbeit gefunden hast. Auf ein nichtvorhandenes Fundament aufzubauen hat ja auch was. Hauptsache die Kinder haben "Liebe" von ihren Eltern erfahren. Alles andere kann nachgeholt werden. Dazu hast Du bestimmt genügend Ideen. Wobei bei 40 Grad allein, das Gehirn auch bei Dir nicht mehr so funktionstüchtig sein kann. Einen Spendenlauf mit so vielen Menschen bei dieser Hitze! Hut ab! Oder besser Hut auf!!! Wahrscheinlich bist Du schon richtig verbrutzelt!! Schütze Dich und Deine Haut gut! Hier in München gibt es nicht Neues. Es zwitschern zwar die Vögel schon heftig am Morgen, jedoch liegt überall noch der graue Schnee und ist immer noch sehr nasskalt. Die Grippewelle hat Deutschland massiv erreicht, so schlimm war es schon lange nicht mehr! Wir sind und bleiben hoffentlich verschont. Ab dem 16.03 kommen für eine Woche aus den verschiedensten Ecken Deutschlands Teilnehmer, um sich über mein "Lieblingsthema" schulen zu lassen. Ich darf die TN auf die schwedische Abschlussprüfung vorbereiten, damit sie befähigt sind, nach unserem Konzept Tagesstätten und Pflegen aufbauen. Auch mal wieder eine Herausforderung für mich! Freue mich jedoch schon auf die Woche und auf die TN. Unsere Gabi aus NRW nimmt auch teil. Nachdem ich gestern wieder zwei Stunden beim Tierarzt verbracht habe, um die Wundreinigung (es war eine Triangel bis auf die Schädeldecke) von Frau Ferstl durchführen zu lassen, saust unser Kampfkater wieder lustig umher! Wie ein langgezogenes Erdmännchen stand er seinem Gegner gegenüber, mitten auf der Strasse, kämpften die Beiden wie die Närrischen. Reinhard und Emi kommen gerade vom Training. Alix aus Madagaskar war gerade für zwei Stunden hier, ich versuche ihr ein wenig bei ihren Facharbeiten zu helfen. Sie bringt sehr viel Fröhlichkeit und Leichtigkeit ins Haus. Jetzt fängt gerade Emi an mich zu nerven, immer noch der Alte!
Sei gedrückt und ein dickes bayrisches Busserl von mir! Mama
ich freue mich für Dich, dass Du eine vernünftige und sinnvolle Arbeit gefunden hast. Auf ein nichtvorhandenes Fundament aufzubauen hat ja auch was. Hauptsache die Kinder haben "Liebe" von ihren Eltern erfahren. Alles andere kann nachgeholt werden. Dazu hast Du bestimmt genügend Ideen. Wobei bei 40 Grad allein, das Gehirn auch bei Dir nicht mehr so funktionstüchtig sein kann. Einen Spendenlauf mit so vielen Menschen bei dieser Hitze! Hut ab! Oder besser Hut auf!!! Wahrscheinlich bist Du schon richtig verbrutzelt!! Schütze Dich und Deine Haut gut! Hier in München gibt es nicht Neues. Es zwitschern zwar die Vögel schon heftig am Morgen, jedoch liegt überall noch der graue Schnee und ist immer noch sehr nasskalt. Die Grippewelle hat Deutschland massiv erreicht, so schlimm war es schon lange nicht mehr! Wir sind und bleiben hoffentlich verschont. Ab dem 16.03 kommen für eine Woche aus den verschiedensten Ecken Deutschlands Teilnehmer, um sich über mein "Lieblingsthema" schulen zu lassen. Ich darf die TN auf die schwedische Abschlussprüfung vorbereiten, damit sie befähigt sind, nach unserem Konzept Tagesstätten und Pflegen aufbauen. Auch mal wieder eine Herausforderung für mich! Freue mich jedoch schon auf die Woche und auf die TN. Unsere Gabi aus NRW nimmt auch teil. Nachdem ich gestern wieder zwei Stunden beim Tierarzt verbracht habe, um die Wundreinigung (es war eine Triangel bis auf die Schädeldecke) von Frau Ferstl durchführen zu lassen, saust unser Kampfkater wieder lustig umher! Wie ein langgezogenes Erdmännchen stand er seinem Gegner gegenüber, mitten auf der Strasse, kämpften die Beiden wie die Närrischen. Reinhard und Emi kommen gerade vom Training. Alix aus Madagaskar war gerade für zwei Stunden hier, ich versuche ihr ein wenig bei ihren Facharbeiten zu helfen. Sie bringt sehr viel Fröhlichkeit und Leichtigkeit ins Haus. Jetzt fängt gerade Emi an mich zu nerven, immer noch der Alte!
Sei gedrückt und ein dickes bayrisches Busserl von mir! Mama
minsesau,
Mittwoch, 25. Februar 2015, 10:32 PM