Mittwoch, 31. Dezember 2014
Nachdem ich seit gestern angekommen bin, kann ich es so langsam realisieren, dass ich für 6 Monate in einem fremden Land bin. Als mich meine Eltern und Therry zum Flughafen begleitet haben, konnte ich es mir noch kein bisschen vorstellen, dass ich jetzt erstmal für eine Zeit nicht wieder nach Hause kommen werde.
Ich sitze gerade in meinem ersten Hostel in der Hauptstadt San José und denke an die wunderbare Abschiedsfeier, an der mir so richtig bewusst geworden ist, wie viele tolle Freunde ich habe! Es war so etwas Besonderes für mich, dass so viele gekommen sind und mir mit so vielen Gesten gezeigt haben, wie sehr sie mich vermissen werden. Danke an meine bessere Hälfte Therry, die mit Hilfe aller ein wunderbares Album mit tollen Erinnerungsfotos und wirklich herzlichen Sprüchen für mich gestaltet hat. Auch das "Free Hugs"-T-Shirt von Bianca, wo alle noch unterschrieben haben, ist hier in Costa Rica schon im Einsatz. Besonders hat mich auch die überaus leckere Schokotorte von Martina gefreut! Sie hat echt ein wahres Backtalent! Daniel hat mit seiner wunderbaren Stimme den Abend versüßt, indem er ein paar Lieder auf der Gitarre gespielt hat. Insgesamt sind so viele tolle Gespräche entstanden und ich hoffe, es hat euch genauso gefallen wie mir!
Ansonsten konnte ich schon ein paar Eindrücke vom Land sammeln. Die Leute sind hier echt sehr hilfsbereit und entspannt. Das Motto von Costa Rica "Pura Vida" passt perfekt. Ich habe beispielsweise Eddie, der Taxifahrer, der mich ins Hostel bringen sollte, nicht gefunden. Sofort kamen zwei Einheimische auf mich zu, die mir ihre Hilfe angeboten haben und mir gleich ihr Handy zur Verfügung gestellt haben. Als ich dann nach einiger Zeit im Taxi saß, hat mir Eddie ein bisschen übers Land erzählt und mir gleich versichert, dass ich ihn jederzeit anrufen kann, falls ich Fragen habe. Während der Fahrt hat sich ein riesengroßer Regenbogen gebildet, der für mich ein schöner Willkommensgruß war.
Angekommen im Hostel kam ich gleich mit ein paar Leuten ins Gespräch, die zwar leider heute schon wieder abgereist sind, mir aber viel erzählen und mir ein Stück Sicherheit geben konnten. Als ich einen kleinen Sparziergang durchs Viertel gemacht habe und vergebens nach einer Handykarte gesucht habe, hat mich jeder, dem ich begegnet bin, zugelächelt und gegrüßt. Das ist echt etwas Anderes als in Deutschland. Morgen fahre ich weiter nach La Fortuna in den Norden. Die Leute hier haben von dem Ort geschwärmt und mir gesagt, dass ich es dort lieben werde... Ich freu mich auf jeden Fall schon.
An dieser Stelle wünsche ich jeden, der meinen zweiten Eintrag liest, einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Der Aufenthaltsraum im Gaudys Hostel